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Nur ein toter Mann ist ein guter Mann

Auf dem Sessellift von der Alpe Rauz hoch zum Pfannenkopf am Arlberg, St. Christoph, kam ich mit einer Frau ins Gespräch, die mir erzählte, dass ihr Mann vor kurzem gestorben sei und sie danach sofort ihr Leben umgekrempelt habe. Alle Möbel raus, sein Auto verkauft, sich freigeschwommen. Ich war erstaunt. Wieso denn die Möbel?

Die waren noch von den Schwiegereltern, massiv und braun, beherrschend und erdrückend, aber ihr Mann wollte es so. Und außerdem musste sie immer mit ihm Bergsteigen, obwohl sie Höhenangst hat. Es sei nur eine Frage des Willens, hatte er sie immer gemaßregelt. Ich wurde neugierig. Es stellte sich heraus, dass sie mit ihm nach dem Krieg gemeinsam eine Firma aufgebaut hatte, aber immer nur die Frau vom Chef, nie die Chefin war. Er war der Mann, der Lenker, der Macher, sie nur seine Frau. Bis wir oben angekommen waren, war die Idee zum „toten Mann“ geboren. Dazu kam, dass mein Vater vor kurzem gestorben war und meine Mutter Eigenarten, die sie zuvor noch an ihm kritisiert hatte, übernahm. Sie ließ ihn also förmlich weiterleben. Und ich überlegte mir, wie weit ein solches Verhalten gehen könnte.

Ob der tote Gatte meiner kurzzeitigen Skigefährtin aus seinem Grab heraus Einfluss auf sie nehmen könnte, ganz einfach nur deshalb, weil sie ihn noch mit sich herumtrug und ihn gewähren ließ, das war die eine Frage, die ich mir stellte und die andere war, wie weit so etwas gehen könnte.

Meine Mutter legte ihr Verhalten mit der Trauerzeit wieder ab, aber meine Gedanken waren schon weiter. Wie ist es, wenn eine Schattenfrau, die immer nur hinter ihrem Mann stand, obwohl sie dieselben Voraussetzungen hat, plötzlich ans Licht tritt? Verwirklicht sie dann sich selbst oder hängt sie der alten Prägung durch ihren Mann nach? Mein Mann hätte das jetzt so gemacht, er hätte das so beantwortet und er würde jetzt das Jägerschnitzel vorziehen, esse ich das also auch?

Im Fall von Ursula spielte noch eine dritte Frau eine Rolle, die Mutter eines Freundes, eine Witwe, die selbstherrlich mit dem von ihrem Mann verdienten Geld in ihrer großen Villa sitzt und für die normale Menschen nichts mehr zählen. Alle sind untere Stufe, nur mit ihrem Steuerberater und ihrem Bänker geht sie noch aus. Ich sah sie vor meinem inneren Auge einsam hinter ihrer großen Hecke sterben, weil sie keiner mehr erträgt, und ließ Ursula ein bisschen von ihrer seelenlosen Art zukommen. Ein gefühlloses Wesen nach dem Motto, der Stärkere siegt und wenn der Schwächere nicht schnell genug ausweicht, wird er eben überfahren. Nur, Ursula in meinem Buch hat die Chance, zu einem menschlichen Wesen, einem Mensch, zu werden – obwohl nicht klar ist, ob sie nicht vielleicht ihren Mann sogar eigenhändig umgebracht hat …

 

 

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