Willkommen im Club
Gäste 2002

 

Willkommen im Club

Seit Januar 2002 moderieren Lea Rosh und ich gemeinsam eine Literaturshow, die einmal monatlich ausgestrahlt wird. Lea Rosh ist als ehemalige NDR-Fernsehdirektorin und Moderatorin von Freitag Nacht und III nach 9 Vollprofi und eine wunderbare Partnerin. Gemeinsam laden wir jeweils vier Autoren ein, eingeteilt in Belletristik, Sachbuch und Politik. Besonders durch Leas politische Drähte in Berlin hatten wir spannende Gäste hier – Rudolf Scharping kurz vor seinem Abschied, und Gregor Gysi knapp nach seinem Abgang – obwohl er zu diesem Zeitpunkt alle Fernsehauftritte ablehnte. Aber auch junge Autoren bekommen eine Chance, unsere Auswahl bestätigte sich beim Deutschen Buchpreis in Leipzig, alle dortigen Preisträger waren kurz zuvor in unserer Sendung: Ulla Hahn mit „Das verborgene Wort“, Alfred Biolek und Eckard Witzigmann mit „Unser Kochbuch. Auf der Suche zu Alternativen von Fleisch und Fisch“ und Juli Zeh mit „Aller und Engel“.

Rudolf Scharping bei Willkommen im Club

Was bei unseren Zuschauern besonders gut ankommt, sind die Literaturtipps. Jeder unserer Gäste empfiehlt am Ende der Sendung ein Buch, das ihm besonders am Herzen liegt oder ihm aus irgendeinem Grund als besonders empfehlenswert erscheint. Auch Lea und ich stellen unsere jeweiligen Lieblingsbücher vor.

Nur um einige unserer Gäste zu nennen, eine genaue Liste der letzten Jahre findet sich in dieser Rubrik unter „Gäste“:

Peter Scholl-Latour war mit seinem Buch „Das Schwert des Islam“ zu Gast, wir hatten ein Interview mit Bill Wyman, dem ehemaligen Basist der Rolling Stones, Peter Gaymann, der auf das Huhn gekommene, erfolgreiche deutsche Cartoon-Zeichner, brachte Spaß und Laune, Peter Merseburger stellte seine große Biographie über Willy Brandt vor, mit Bettina Breda-Betting hatten wir eine Selfmade-woman hier, die eine der ersten Marketing-Expertinnen der Nachkriegszeit war – mit 25 Jahren gründete sie direkt nach dem Krieg die erste, internationale Konzertagentur unter dem Vornamenkürzel B., weil damals nur an männlichen Erfolg geglaubt wurde und Alex Capus kam mit seiner zauberhaften Geschichte von zwei Bankräubern, die 1933 nach ihrer Geldbeschaffung eigentlich von Deutschland nach Indien reisen wollten, sich jedoch bereits in Basel in eine Schallplattenverkäuferin verliebten und dort bis zum bitteren Ende hängen blieben, „Ein bisschen Frühling“. Und mit „liegen lernen“ hat Frank Goosen ein wahres Männerbuch für all diejenigen geschrieben, die an die Eigendynamik der Geschichte glauben.
 

 

 

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